Eventfoyer mit Loungesesseln, Stehtischen, gestalteten Markenflächen und violetter Ambientebeleuchtung
VeranstaltungserlebnisMillet Bahçesi Hangar

Foyergestaltung für Events: Eine zweite Bühne vor dem Hauptsaal

Eventfoyers für Gespräche, Produktvorführungen und klare Wege planen: mit einem Hangar-Beispiel aus Istanbul und Tipps zur Veranstaltungstechnik.

6 Min. Lesezeit Sahneva Redaktion

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Der Vortrag endet, die Türen öffnen sich und alle gehen zum Kaffee. Neben einer Produktpräsentation beginnt ein Gespräch, eine kleine Gruppe versammelt sich um eine Vorführung, jemand sucht den Raum für die nächste Sitzung. Auch diese Momente gehören in die Produktionsplanung. Ein gut gestaltetes Foyer lädt dazu ein, zu verweilen, Neues zu entdecken und Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig bleibt der Weg in den Hauptsaal leicht erkennbar.

Betrachten Sie das Foyer als zweite Bühne mit einem eigenen Rhythmus. Sein Programm besteht aus kurzen Begegnungen: einer Begrüßung, einer hilfreichen Frage, einer Vorführung oder einer ruhigen Pause. Ton, Bildschirme, Licht und Mobiliar sollten diesen Rhythmus unterstützen.

1. Planen Sie auch die Zeit zwischen den Programmpunkten

Laut einer Freeman-Studie vom Juli 2026 möchten Teilnehmende 54 % ihrer Lernzeit außerhalb klassischer Vortragsräume verbringen. Gespräche und Vorführungen tragen zu diesem Interesse bei. Freeman – Lernen außerhalb von Vortragsräumen, 23. Juli 2026.

Für Veranstalter ergibt sich daraus eine praktische Frage: Was können Gäste in der Pause tatsächlich tun? Ein betreuter Vorführtisch, ein geeigneter Ort zum Austausch und ein gut sichtbares Programm können diese Zeit bereichern. Definieren Sie zuerst die Aktivitäten und anschließend die Technik und Fläche, die dafür jeweils benötigt werden.

2. Trennen Sie Ankommen, Verweilen und Durchgehen

An der Registrierung bildet sich eine Schlange, vor der Fotowand bleiben Gäste stehen und am Kaffee versammeln sich Gruppen. Liegen alle drei Punkte direkt am Saaleingang, treffen unterschiedliche Bewegungen auf engem Raum zusammen. Markieren Sie den Zugang zur Registrierung, die weiterführenden Wege und die vorgesehenen Aufenthaltsbereiche, bevor Sie Bildschirme oder Möbel platzieren.

Gehen Sie den Plan gedanklich in beide Richtungen durch. Spät ankommende Personen, Gäste auf dem Rückweg zu ihrem Sitzplatz und Servicekräfte mit Getränken brauchen jeweils einen nutzbaren Weg. Prüfen Sie mit dem Veranstaltungshaus die barrierefreie Erschließung, die Schwenkbereiche der Türen und die freigegebenen Fluchtwege. Planen Sie vor einer Vorführung genügend Platz für das Publikum ein, damit der Hauptdurchgang frei bleibt.

3. Schaffen Sie eine passende Klangumgebung für Gespräche

Die Beschallung im Foyer braucht eine andere Balance als ein Bühnenvortrag. Richten Sie Lautsprecher auf den jeweils vorgesehenen Bereich aus und besprechen Sie eine getrennte Lautstärkeregelung für Empfang, Vorführungen und Hauptsaal. Eine einzelne laute Schallquelle kann bis in Bereiche reichen, in denen Gäste miteinander sprechen möchten.

Testen Sie die Übergänge bei der Probe: Öffnen Sie die Saaltüren, schalten Sie ein Vorführmikrofon ein und lassen Sie zwei Personen in der Nähe ein normales Gespräch führen. Achten Sie auf konkurrierende Tonquellen und passen Sie Aufstellung, Zeitablauf oder Pegel an. Ein dekorativer Raumteiler kann einen Bereich optisch abgrenzen; die akustische Trennung muss gesondert beurteilt werden.

4. Geben Sie jedem Bildschirm eine klare Aufgabe

Ein Begrüßungsbildschirm zeigt, wohin es geht. Eine Programmanzeige erklärt, was als Nächstes stattfindet. Ein Bildschirm am Vorführplatz hilft, ein Produkt zu verstehen. Wählen Sie Position und Inhalte passend zu dieser Aufgabe: Ein Wegweiser muss beim Herankommen lesbar sein, während eine Vorführung Platz zum Stehenbleiben erfordert.

Verwenden Sie kurze Texte, eine klare Informationshierarchie und Sprachfassungen, die zum Publikum passen. Lassen Sie wichtige Angaben lange genug stehen, statt sie in einer schnellen Werbeschleife untergehen zu lassen. Ein QR-Code kann weitere Informationen liefern, doch Raumname und Beginn sollten auch ohne Smartphone verständlich sein. Prüfen Sie die tatsächlichen Inhalte auf dem aufgebauten Bildschirm, bevor die Gäste eintreffen.

5. Schaffen Sie Platz für eine ruhigere Pause

Kombinieren Sie Stehtische für den kurzen Austausch mit Sitzplätzen für längere Gespräche. Ordnen Sie eine ruhigere Sitzecke abseits von Vorführlautsprechern und stark frequentierten Ausgabestellen an. Beleuchten Sie Gesichter und Tischflächen angenehm und halten Sie wechselnde Bildschirminhalte möglichst aus dem unmittelbaren Blickfeld.

Das IMEX-Programm zu menschlichen Bedürfnissen von 2026 hebt ruhige Bereiche und flexible Sitzmöglichkeiten hervor. Beides liefert hilfreiche Ansätze für die Foyerplanung: Gäste sollten selbst wählen können, wie intensiv sie am Geschehen teilnehmen. IMEX Frankfurt 2026 – Gestaltung nach menschlichen Bedürfnissen.

6. Übertragen Sie diese Überlegungen auf den Hangar in Istanbul

In einer großen offenen Halle wird das Zusammenspiel dieser Bereiche besonders deutlich. Im Millet Bahçesi Hangar im Atatürk Havalimanı Millet Bahçesi in Istanbul lässt sich die Veranstaltungsfläche nach Bühne, Publikum, Bewirtung und ergänzenden Funktionsbereichen gliedern. Je nach Flächenplan der Veranstaltung kann auch innerhalb der Halle eine Zone mit Foyerfunktion entstehen.

Ein denkbares Format für eine Produkteinführung: der Empfang auf der Ankunftsseite, die Produktvorführung hinter dem Wartebereich, eine seitliche Gesprächszone und ein klarer Zugang zur Hauptbühne. Das ist ein Planungsszenario. Die hier gezeigten Hangar-Fotos dokumentieren eine bereits durchgeführte protokollarische Veranstaltung und zeigen das Verhältnis von Bildschirmen, Bestuhlung und Halle. Sie zeigen nicht die vorgeschlagene Foyeraufteilung.

Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist die Prüfung, welche Teile der installierten Veranstaltungstechnik zum neuen Programm passen. Darauf aufbauend lassen sich die gezielte Beschallung, Bildschirmpositionen, Beleuchtung und Servicezugänge für die ergänzenden Bereiche planen. Sahnevas dokumentierte Hangar-Produktion bietet eine konkrete Grundlage, um das Zusammenspiel von Raum und technischen Systemen zu besprechen.

Haupt- und seitliche LED-Bildschirme über einer Tischbestuhlung bei einer dokumentierten Veranstaltung im Millet Bahçesi Hangar
Eine abgeschlossene Hangar-Veranstaltung aus dem Sahneva-Projektarchiv. Die in diesem Beitrag beschriebene Foyeraufteilung ist ein Nutzungsvorschlag, der für jede Veranstaltung gesondert auszuarbeiten ist.

7. Proben Sie die Pause genauso wie die Veranstaltung

Fassen Sie Anlieferung, Aufbau, Kabelwege, Inhaltstests, Möblierung und abschließende Reinigung in einem gemeinsamen Zeitplan zusammen. Stimmen Sie die Zugangszeiten von Catering und Ausstellern mit dem Technikteam ab. Planen Sie auch Abbau und Abholung der Technik unter Berücksichtigung der Übergabevorgaben des Veranstaltungsorts.

Spielen Sie vor der Öffnung einen kurzen Gästeweg durch: ankommen, Namensschild abholen, die Vorführung finden, ein Getränk holen und in den Saal zurückkehren. Testen Sie den Aufruf zur nächsten Sitzung und klären Sie, wer die Anzeigen bei Programmänderungen aktualisiert. Diese kleine Probe macht aus einem Flächenplan einen Ablauf, den das Team umsetzen kann.

Was in Ihr Foyer-Briefing gehört

  • Veranstaltungsdatum, Ankunftszeitraum und Pausenzeiten.
  • Erwartete Gästeströme, Registrierungspunkte und barrierefreie Wege.
  • Art der Vorführungen, Betreuung und Platz für das Publikum.
  • Eine eigene Aufgabe, Zuständigkeit für Inhalte und Sprachplanung für jeden Bildschirm.
  • Beschallungszonen, Gesprächsbereiche und gewünschte Sitzmöglichkeiten.
  • Zeiten für Anlieferung, Aufbau, Probe, Cateringzugang und Abbau.

Fragen zur Foyer- und Hangar-Planung

Muss ein Foyer ein eigener Raum sein?

Es kann ein separater Empfangsraum oder ein Bereich innerhalb eines größeren Veranstaltungsorts sein. Die Planung muss Wegeführung, Beschallung, Servicezugänge und die mit dem Veranstaltungshaus abgestimmten Anforderungen berücksichtigen.

Braucht jedes Foyer einen LED-Bildschirm?

Wählen Sie Anzeigemedien nach ihrer Aufgabe. Für einen festen Richtungshinweis können statische Schilder ausreichen. Bei wechselnden Programmen, Markeninhalten oder Vorführungen kann ein Bildschirm sinnvoll sein. Größe und Position richten sich nach den Sichtbedingungen.

Lassen sich im Hangar Bühnenprogramm, Empfang und Vorführungen kombinieren?

Ein kombiniertes Raumkonzept lässt sich anhand des Veranstaltungsbriefings entwickeln. Empfang, Vorführungen, Bestuhlung und Technikflächen sollten gemeinsam mit den Gästebewegungen und dem Hallenplan geprüft werden, bevor die endgültige Anordnung feststeht.

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